Review zum Jericho4 Vsti von Datura InstrumentsAls ich dieses Plugin zum ersten Mal sah, wußte ich gleich, das ist
etwas ganz besonderes.
Nicht das mir die einzelnen Elemente auf dem GUI fremd oder neuartig erschienen,
Nein, ganz im Gegenteil, alles mir bekannte Komponente.
Da gibt es Oszillatoren, Filter, ADSR-Hüllkurven, LFOs und jede Menge an Effekte.
Also alles durchaus gängige Module, innerhalb eines Synthesizer-Signalweges.
aber...
...die Anordnung und den daraus resultierenden Klang-Möglichkeiten, machen diesen Synthesizer so interessant. Stellt euch vor, ihr sitzt vor einem Mischpult,
wo jeder Faderweg gleich ein Synthesizer bedeutet. Dann wäre der Jericho4 ein 4-Kanal Stereo-Mixer mit 4 Effekt-Inserts und jeweiligen Panning-Regler.
Und ähnlich wie ein Mischpult ist dieses Vst auch aufgebaut. Kommt man mit
einem Channel klar, erübrigt sich das Wissen bzgl. der weiteren 3 Channels.
Somit lassen sich filigrane, vornehmlich Brass-Klänge (jeder OSC besitzt eine Sägezahnwellenform) programmieren. Auch besteht die Möglichkeit, über die zahlreichen LFOs, sehr unterschiedliche Rythmusfrequenzen zu erstellen, die in Verbindung mit den zuschaltbaren Effekten, wie Reverb, Delay, Flanger und Phaser, noch weiter eine besondere Klangnote beinhalten.
Nicht zu vergessen ist, das je Channel oder Synthesizer-Sektion, die Funktionen, Key-Velocity u. Aftertouch für die Filterhüllkurve und der Amp-Hüllkurve parat stehen, was einer nuancenreiche Spielweise, nur zu Gute kommen kann.
Abschließend sorgt eine Mastersektion, wo übrigens alle Effekte voreingestellt werden, sowie ein kleiner 3-Band EQ und der Masterlautstärke-Regler für den Schlußpunkt.
Bedingt durch die Kombination von 4 Synthesizer in einem digitalen Gehäuse,
können die CPU-Werte schon mal schneller noch oben wandern.
Anderseits wäre es ja das gleiche, wenn man 4 seperate Plugins in seinem
Hostsequenzer einbinden würde.

Alles zusammen addiert ergibt das einen virtualen Vst-Synthi, mit dem es Spass
macht, einfach schöne brassartige Klänge zu erzeugen. Und das ohne viel nach denken zu müssen.
Eine klare Music Society Empfehlung für eure FDisk!

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